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Wohin mit den Festgeldzinsen?

Freitag den 19.07.2013

Derzeit stellen sich Sparer viele Fragen, und die eine oder andere ist mitunter gar nicht so leicht zu beantworten. Immer mehr Banken sind in den letzten Jahren davon abgekommen, die Zinsen für ihre Festgelder auf dem Festgeldkonto selbst weite ansparen zu lassen. Dies führt natürlich dazu, dass der berühmte Zinseszinseffekt nicht erwirkt werden kann – der Effekt, wenn der Zinsertrag eines Sparkontos weiter angespart wird und dann selbst Zinsen abwirft, die Zinseszinsen. Für Sparer bedeutet dies, dass sie sich entscheiden müssen, was sie eigentlich mit ihren Festgeldzinsen machen wollen, damit diese auch wirklich Zinsen erwirtschaften können.

Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten

Der Zinsertrag des Festgeldkontos wird auf ein Girokonto überwiesen. Doch nicht irgendein Girokonto, sondern eines, das erstens kostenlos ist und bei dem es zweitens Zinsen auf das Guthaben gibt. Damit wäre zumindest ein kleiner Zinseszinseffekt möglich für die Festgeldzinsen, solange sie zumindest auf dem Girokonto belassen werden.

Eine andere Möglichkeit ist es, sich die Festgeldzinsen auf das Girokonto überweisen zu lassen und sie dann auf ein Tagesgeldkonto nach Wahl zu überweisen. Das bedeutet, das Festgeldkonto wird bei der einen Bank geführt, und das Tagesgeld bei einer anderen Bank. Damit können die Zinsen, die das Festgeld abwirft, auf einem Tagesgeldkonto weiter angespart und damit ein Zinseszinseffekt erreicht werden.

Es gibt jedoch noch eine dritte Möglichkeit, die oft die ist, die am ehesten empfohlen werden kann: bei einer Bank, die gute Zinsen für ihr Tagesgeld wie auch ihr Festgeld bietet, wird ein Tagesgeldkonto eröffnet, das dann als Verrechnungskonto für das Festgeldkonto dient. Das bedeutet: alle Zinserträge des Festgelds werden auf das Tagesgeldkonto überwiesen und werden dort entsprechend weiter angespart – wenn der Sparer dies möchte. Dadurch ist es möglich, einen Zinseszinseffekt zu erreichen, ohne dass die Zinsen zugleich auf dem Festgeldkonto verbleiben müssen. Dort wären sie jedoch dann über die gesamte Laufzeit des Festgelds angelegt und nicht mehr verfügbar. Auf dem Tagesgeldkonto indes könnten sie jederzeit bei Bedarf abgerufen, oder eben weiter angespart werden.

Fazit

Dies zeigt, wie wichtig es ist, sich auch darüber Gedanken zu machen, was mit den Zinsen für das Festgeld passieren soll, wenn man den Zinsertrag des Festgeldkontos eben nicht als zusätzliches Einkommen nutzen möchte. Die Zinsen einfach nur auf ein Girokonto ohne Guthabenzinsen zu überweisen, wäre dabei die schlechteste aller denkbaren Möglichkeiten – die zudem statt eines Zinseszinseffekts das Gegenteil mit sich bringen würde: nach und nach würden die Zinsen durch die negative Realverzinsung aufgelöst werden. Das Sparen auf dem Festgeldkonto hätte damit letztlich nichts gebracht und man hätte es, wenn man es realistisch betrachtet, dann gleich ganz sein lassen können.

Festgeldrechner: